Die Teddykammer

Die Deutsche Teddykammer ist eine Vernetzungs- und Unterstützungsplattform für studentische Teddykliniken in Deutschland — mit einem Augenzwinkern im Namen und einem ernsthaften Anspruch in der Sache.

Was eine Teddyklinik ist

In einer Teddyklinik untersuchen und “behandeln” angehende Ärztinnen und Ärzte die mitgebrachten Kuscheltiere von Kindergarten- und Grundschulkindern — mit Stethoskop, Röntgenbild und Verband, aber ohne echte Nadeln und ohne echten Schmerz. Kinder lernen dabei einen Krankenhausbesuch kennen, bevor sie ihn selbst erleben müssen; Studierende üben, mit Kindern zu sprechen, Befunde verständlich zu erklären und im Team zu arbeiten. Teddykliniken gibt es an vielen deutschen Hochschulstandorten, seit teils über zwanzig Jahren, organisiert von Fachschaften und studentischen Initiativen.

Was die Deutsche Teddykammer ist — und was nicht

Die Deutsche Teddykammer ist keine Behörde, keine Ärztekammer und keine Körperschaft des öffentlichen Rechts — der Name spielt bewusst mit institutioneller Anmutung, ohne diesen Anspruch tatsächlich zu erheben. Sie ist eine Unterstützungs-, Vernetzungs- und Infrastrukturplattform, keine zentralistische Vorschriftenstelle.

Bestehende Teddykliniken sollen hier niemals das Gefühl bekommen, belehrt zu werden. Wer seit zwanzig Jahren eine gute Teddyklinik macht, macht weiterhin eine gute Teddyklinik — die Deutsche Teddykammer bietet zusätzlich Werkzeuge an, mit denen sich bestimmte Dinge einfacher, moderner oder gemeinsam mit anderen Standorten erledigen lassen: ein gemeinsames Register, Materialaustausch, Fortbildung, Förderwege und einen Ort, an dem gute Ideen zwischen Standorten nicht verloren gehen.

„Wir wollen das Rad nicht neu erfinden. Wir wollen dafür sorgen, dass nicht jede Teddyklinik es jedes Jahr neu erfinden muss.”

Drei Perspektiven

Für Kinder soll eine Teddyklinik Spaß machen und Ängste abbauen — vor Krankenhaus, Untersuchung und medizinischem Personal. Die kindgerichteten Angebote der Deutschen Teddykammer sind bewusst freundlich, bildgestützt und nicht angstauslösend gestaltet.

Für Studierende ist die Teddyklinik reale Lernumgebung: kindgerechte Kommunikation, verständliche Erklärung von Diagnostik und Therapie, Teamarbeit, Übergaben und Reflexion — nicht nur eine einmalige Erstsemesteraktion, sondern langfristig angelegtes Engagement.

Für Öffentlichkeit, Partner und Förderer soll sichtbar werden, dass hier kein reines Belustigungsprojekt und keine künstliche Pseudoseriosität stattfindet, sondern ein professionell organisiertes, charmantes und pädagogisch wertvolles studentisches Projekt.

Die Figuren

Papst Teddy I. ist Schirmherr der Deutschen Teddykammer und trägt den Titel „Fachteddy für Teddyatrie” — eine zeremonielle Figur für Zertifikate, Auszeichnungen und besondere Anlässe. Doc Blue ist die operative, didaktische Leitfigur: für Kinderfeedback, Erklärungen und kindgerechte Interaktion. Papst Teddy I. ist außerdem Titelfigur eines eigenständigen, rein fiktionalen Erzählprojekts von Andreas Tremml und in dieser Rolle ohne Bezug zur Deutschen Teddykammer — mehr dazu unter papst-teddy.de.

Wo wir gerade stehen

Die Deutsche Teddykammer befindet sich im Aufbau. Das Institutionsregister, die Mitgliederverwaltung und der Austausch zwischen Teddykliniken entstehen gerade Stück für Stück — öffentlich nachvollziehbar, ohne fertig vorgetäuschte Funktionen. Wer jetzt schon mitwirken möchte, ist auf den Seiten Mitmachen & Unterstützen und Mitglied werden richtig.